Der Grieser Gletschermarsch 2000

Teil 2


 

Kleine Pause, damit der Kameramann aufrücken kann. Außerdem wird jetzt auch noch die rote Farbe für die Markierungspunkte gebraucht.

Blick in das Schrankar
Restschneefelder
Kurze Zeit später betreten wir die ersten Schneefelder. Der Schnee ist noch recht fest und trägt uns gut.

Auf schrägen Schneefeldern immer senkrecht bleiben, sonst besteht die Gefahr, dass man abrutscht. Ein Teleskop-Wanderstock leistet hier beste Dienste.

Verteilen der Materialien
Überall müssen Fähnchen gesteckt werden.

Markus steckt natürlich auch noch sein Fähnchen in den Schnee. Sollte es über Nacht schneien, sind die Fähnchen kaum mehr zu sehen. Etwas Regen halten sie dagegen aus.

Im steileren und tiefen Schneefeld zieht sich die Gruppe weit auseinander..
Steiles Schneefeld
Immer mehr Schnee
Natürlich wird dann gewartet, bis alle wieder beisammen sind.
Gemeinsam geht es dann weiter aufwärts. Während die Route im Schnee mit Fähnchen markiert wird, wird der offizielle Steig in den Felsen mit roten Farbpunkten gekennzeichnet.
Serpentinen
Ende des Schneefeldes
Knapp unter der Scharte beginnt dann der richtige Anstieg in der Bergflanke.
Hier ist der Steig meist nur an den roten Punkten zu erkennen. Trotzdem geht es ohne Probleme voran. Natürlich muss man trittsicher sein!

Der letzte Anstieg

Hinauf!
Gelegentlich sind auch einmal etwas größere Schritte gefragt. Man muss dabei eben nur das Gleichgewicht halten und wissen, wo man seinen Fuß hinsetzen muss.
Die Kleinen machen es den Großen vor. Querung einer abschüssigen Felsplatte.
Kein Steig!
Weg durch die Wand

Paul sucht die nächsten roten Punkte. Links über ihm ist die Markierung. Da muss man hoch.

So sollte man es nicht machen!
Haltung!!
Drahtseilsicherung

Das ist die Stelle, wo Paul nach den Markierungen gesucht hat. Das Drahtseil ist zum Hochziehen recht praktisch. Der Fels ist aber gut gegliedert, man kann ihn gut "hinauf laufen".

Hier ist es gut zu sehen, dass man ohne Sicherungsseil nach oben klettern kann.
Es geht auch ohne Sicherung
Querung am Seil
Gleich nach dem Kletterstück kommt dann diese Querung über diesen Fels. Die Benutzung des Sicherungsseiles ist hier eher hinderlich, weil man sich zum Benutzen sehr stark nach vorne neigen muss. Der Fels ist sehr griffig und kann einfach "gelaufen" werden.
Das restliche Stück ist dann einfach. Nur noch durch Geröll den roten Markierungspunkten folgen. Es sieht hier schlimmer aus, als es in Wirklichkeit ist. Fast immer ist der Steig zu erkennen.
Geröll und Blockwerk
Rast an der Gaislehnscharte

Ein paar Meter waagerecht dann zur winzigen Scharte. Insgesamt vielleicht 10 m². Vorne runter, hinten auch....

Hier lässt es sich bei sehr guter Aussicht vortrefflich rasten. Wir treffen hier eine andere Gruppe, die von der anderen Seite her aufgestiegen war. Übrigens: Wer zuerst oben ist, hat in der Felswand links der Scharte richtige Natursessel. Bequemer geht es fast kaum.

Unser Bergführer Herbert, zusammen mit Emanuel bei der Vesper. 2 Meter rechts von ihm geht es ca. 200 Meter steil runter.
Herbert und Emanuel

Abstieg aus der Gaislehnscharte

Der Abstieg zum Bachfallferner ist dann doch etwas heikler. Es liegt noch weicher Schnee in der Scharte und das feine Geröll ist extrem rutschig. Hier ist das Drahtseil (zumindest für uns Flachlandtiroler) doch recht hilfreich. Weiter unten jedoch muss es auch ohne gehen, weil es zu hoch hängt. Bei meiner ersten Tour war dieses Drahtseil tief im Eis eingefroren. Auch das kann passieren. Dann heißt es Stufen schlagen! Und jeden Schritt genau planen. Sonst landet man unsanft auf dem Gletscher 50 Meter tiefer. Oder in der Randspalte!

Wie die kleinen Klammeräffchen! Wie gesagt, das Seil ist für den Weg, den wir jetzt (ohne viel Schnee) gehen müssen, nicht zu gebrauchen. Aber Paul, Michael und Markus benutzen eben die vorhandenen Felsen.
Gaislehnscharte 3052m